Veranstaltungen
Auf folgende Veranstaltungen möchten wir Sie in der nächsten Woche besonders hinweisen:
1. Samstag, 18.08., 16-19 Uhr, “Die unerträgliche Leichtigkeit der Zensur”, Filmvorführung und Diskussion 2. Sonntag, 19.08., 13-18 Uhr, “Combatant Status Review Tribunals, pp. 002954 - 003064″, Lesung 3. Montag, 20.08., 13 Uhr, “Über das ‘Dokument’ in der heutigen Kunst”, Lunch Lecture mit Shuddhabrata Sengupta (Raqs Media Collective/Sarai-CSDS, Delhi) 4. Freitag, 24.08., 13.45 Uhr, “Aber werdet Ihr Leben retten?” Lernen (im Museum) für das 21. Jahrhundert, Lunch Lecture mit Anna Cutler, Leiterin Vermittlung, Tate Modern, London
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Zeit: 18.08., 16-19 Uhr
Ort: documenta 12 Halle
Die unerträgliche Leichtigkeit der Zensur Filmvorführung und Diskussion mit einer Einleitung von Miklós Erhardt (Exindex, Budapest)
Die ungarische Zeitschrift Exindex präsentiert drei Filme aus den Archiven des Balázs Béla Stúdiós, die alle die Form des Dokumentarfilms einsetzen, um sie zu unterschiedlichen Graden zu hinterfragen: Tibor Hajas: “Self-Fashion Show” (1976), Péter Dobai: “Archaic Torso” (1971) und Miklós Erdély: “Version” (1979).
Diese drei Positionen setzen sich mit der doppelschichtigen Wirklichkeit im Ungarn der 1970er und 80er Jahre auseinander (im Gegensatz zur heutigen vielschichtigen Wirklichkeit). Indem sie die unterschiedlichen Konzepte des “Dokumentarischen” untersucht, die in den Filmen erkennbar werden, versucht diese Filmvorführung die spezifische kulturpolitische Situation der so genannten “weichen Diktatur” zu behandeln. Sie thematisiert auch die bemerkenswerte Rolle des Balázs Béla Stúdiós beim Organisieren und Sichtbarmachen von kulturellen Untergrundaktivitäten sowie die Bedeutung des Dokumentarfilmens in Ungarn zu jener Zeit.
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Zeit: 19.08., 13-18 Uhr
Ort: documenta 12 Halle
“Combatant Status Review Tribunals, pp. 002954 - 003064″
Lesung
Die documenta 12 präsentiert im Rahmen der Lunch Lectures “Combatant Status Review Tribunals, pp. 002954 - 003064″, eine fünfstündige Lesung der Protokolle von fünfzehn Militärtribunalen, die zwischen Juli 2004 und März 2005 im Gefangenenlager des US-Marinestützpunktes in Guantánamo Bay, Cuba, gehalten wurden. Die etwa 110 Seiten der hier vorgetragenen Anhörungsprotokolle bilden nur einen Bruchteil des Materials, das aus insgesamt 558 Tribunalen entstand. Die öffentliche Lesung ist Teil des gemeinschaftlichen Projekts “9 Scripts from a Nation at War”, zu sehen in der documenta-Halle, von David Thorne, Katya Sander, Ashley Hunt, Sharon Hayes und Andrea Geyer.
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Zeit: 20.08., 13 Uhr
Ort: documenta 12 Halle
Über das “Dokument” in der heutigen Kunst Lunch Lecture mit Shuddhabrata Sengupta (Raqs Media Collective/Sarai-CSDS, Delhi)
Wenn es eine Aufgabe der Kunstproduktion ist, uns die Wirklichkeiten, in denen wir leben, verständlich zu machen, dann ist es an sich nicht bemerkenswert, dass die zeitgenössische Kunstpraxis sich mit der Sichtbarkeit der globalen Krisen unserer Zeit auseinandersetzt. Um die Wirklichkeit zu begreifen wie sie ist, in all ihrer Verwirrung und ihrem Chaos, muss die Kunst auch dem Dokumentarischen Zugang gestatten - als ein “stabiles” Gegengewicht zur chaotischen Welt, die die Kunst bewohnt.
In dieser Präsentation werden Strategien untersucht, die von der Aufnahme des dokumentarischen bewegten Bildes bis zur Publikation von Dokumenten reichen und die das komplexe Schicksal von Dokumenten in einer Ausstellung wie der documenta reflektieren.
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Zeit: 24.08., 13.45 - 14.30 Uhr
Ort: documenta 12 Halle
“Aber werdet Ihr Leben retten?” Lernen (im Museum) für das 21. Jahrhundert Lunch Lecture mit Anna Cutler, Leiterin Vermittlung, Tate Modern, London
Es gibt nichts Dringlicheres als ein potentielles neues Gebäude, um einen zum Nachdenken zu bringen. Mit der geplanten Erweiterung der Tate Modern haben die dort arbeitenden Personen stets die einfachen Fragen - “Was machen wir hier? Warum machen wir das? Und für wen machen wir das?” - im Kopf.
Dieser Vortrag will die Philosophie umreißen, die die Zukunft des Vermittlungsprogramms der Tate Modern prägt. Außerdem wird angesprochen, in welchem Verhältnis dies zu Veränderungen beim Lernen, in der kulturellen und institutionellen Praxis und der fertigen Gestalt der Tate Modern selbst steht.
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