Veranstaltungen

Auf folgende Veranstaltungen möchten wir Sie in der nächsten Woche besonders hinweisen:

1. Samstag, 25.08., 13 Uhr, “Abgeschiedenheit, Isolierung und kritische Aneignung in Kuba”, Lunch Lecture mit Desiderio Navarro (”Criterios”, Habana)
2. Montag, 27.08., 16-18 Uhr, “LES LIAISONS D.” Zeitgenössische Kunstvermittlung und ihre Bekanntschaften, Verbindungen und Beziehungen
3. Dienstag, 28.08., 13 Uhr, “Wessen Moderne sehen wir an?” Lunch Lecture
4. Donnerstag, 30.08., 19.00 Uhr, Der Film im Salon (Salon des Refusés): “Bread and Roses”

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Zeit: 25.08., 13 Uhr
Ort: documenta 12 Halle

Abgeschiedenheit, Isolierung und kritische Aneignung in Kuba
Lunch Lecture mit Desiderio Navarro (”Criterios”, Habana)

Desiderio Navarro wird über die Komplexitäten sprechen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, wenn man eine Zeitschrift macht, die theoretische Reflektionen über zeitgenössische Kunst und Kultur in Kuba in Umlauf bringt. Ein Kontext, der sich mit der Abgeschlossenheit der sprachlichen, ökonomischen und geopolitischen Isolation sowie der durch ideologischen Chauvinismus, kulturelle und ideologische Xenophobie und Anti-Intellektualismus hervorgerufenen Isolierung auseinandersetzen muss. Was kann in der aktuellen Übergangsphase von aufrechtem Sozialismus zu einem prä-postkommunistischen Zustand getan werden? Wie können vielschichtige Missverständnisse in eine produktive kritische Aneignung verwandelt werden? Wie werden diese Themen von einer Unternehmung des kulturellen und intellektuellen Übersetzens, wie “Criterios” eines ist, angegangen?

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Zeit: 27.08., 16-18 Uhr
Ort: documenta 12 Halle, Kabinett 1

“LES LIAISONS D.” Zeitgenössische Kunstvermittlung und ihre Bekanntschaften, Verbindungen und Beziehungen
Präsentation und Diskussion mit Martina Siegwolf, Museum für Gegenwartskunst, Basel

Martina Siegwolf ist für die Entwicklung und Durchführung von Vermittlungsangeboten und Projekten am Museum für Gegenwartskunst Basel, Schweiz verantwortlich und unterrichtet an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Sie wird ihr Arbeitsfeld im und mit dem Museum präsentieren und verschiedene Vermittlungsprojekte zu Joseph Beuys, Bruce Naumann, Martha Rosler, Joan Jonas u. a. vor- und zur Diskussion stellen. Sie stellt die Frage, welche “Liaisons” Kunstvermittlung dabei eingeht und ob das D. für Didaktik, Diplomatie, Demokratie oder für “Dangereuses” steht.

Titel frei zitiert nach: Stephen Frears Filmtitel von 1989 “Les Liaisons dangereuses” (dt. gefährliche Liebschaften) nach dem gleichnamigen Briefroman von Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos (Hauptwerk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts)

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Zeit: 28.08., 13 Uhr
Ort: documenta 12 Halle

Wessen Moderne sehen wir an?
Eine Diskussion mit Keti Chukhrov (Philosoph und Autor des “Moscow Art Magazine” und “Chto Delat”, St. Petersburg/Moskau), Vít Havránek (Kurator und Kunsthistoriker, Prag) und Heie Treier (Chefredakteur von “kunst.ee“, Kunstkritiker und Kunsthistoriker, Tallinn).

Wie gehen zeitgenössische KünstlerInnen mit den von der historischen Avantgarde entwickelten künstlerischen Sprachen und formalistischen Ansätzen um, und inwieweit können diese als “unsere Antike” angesehen werden? Welche modernen Positionen werden in der documenta 12 noch einmal betrachtet, und wie werden diese von einem globalen Publikum gelesen? Während im stalinistischen Kunstvokabular das Wort “Formalismus” dazu diente, KünstlerInnen als “Staatsfeinde” abzustempeln, wurde gleichzeitig Clement Greenbergs formalistische Kunsttheorie in den USA ungeheuer einflussreich. Ohne sich auf die documenta 12 zu beschränken, werden die PodiumsteilnehmerInnen unterschiedliche kulturelle und politische Bedeutungen der künstlerischen Sprachen der Moderne analysieren und überlegen, auf welche Weise Avantgarde-Praktiken heute weitergeführt werden können.

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Zeit: 30.08., 19 Uhr
Ort: ehemaliges Polizeipräsidium, Königstor 31

Der Film im Salon (Salon des Refusés)
“Bread and Roses”

Der Salon des Refusés lädt ein, zu einem cineastischen Seminar unter der Leitung des Kinotherapeuten Horst Rüba. Es werden fünf Filme zum Thema Arbeitslosigkeit vorgestellt, die jeweils andere nationale und kulturelle Ausprägungen des Umgangs mit dieser Problematik beleuchten. Das gemeinsame Sehen als gesellschaftliches Ereignis wird ergänzt durch anschließende Reflexion und Interpretation des Gesehenen. Das Erkennen eigener Identifizierungsmuster und ideologischer Strukturen hilft das Wahrgenommene zu ordnen und bietet die Möglichkeit der Selbsterkenntnis.
Das was gesehen wird ist eng verknüpft mit dem Ort von dem aus gesehen wird. In diesem Sinne verrät die Interpretation des Films viel über den interpretierenden Zuschauer, ohne das dieser sich selbst thematisieren oder als Subjekt zur Schau stellen muss.

“Bread and Roses”
GB, E, IRL, F, D (2000)
Regie: Ken Loach

Ken Loach beobachtet den Überlebenskampf zweier mexikanischer Schwestern in Los Angeles

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